
ARCHIV



ZWISCHEN UNS
Mundwinkel hoch heißt Freude.
Mundwinkel runter heißt Trauer.
Eva und ihr Sohn Felix üben das vor dem Spiegel. Für den Jungen mit Asperger-Syndrom sind Emotionen ein Ratespiel.

MIT HERZ UND HUND
Es ist mehr als nur eine urbane Legende, dass so manche Zweibeiner-Liebe beim Gassigehen ihren schnuppernden Anfang nahm.

JURASSIC WORLD: EIN NEUES ZEITALTER
„Die Dinosaurier werden immer trauriger“ In Lonzos abscheulichem Lied von 1980 durften sie nicht an Bord der Arche Noah und mussten deshalb jämmerlich ertrinken. Nun haben die Urzeitviecher tatsächlich Grund zur Trauer, denn mit dem überfrachteten Finale der Jurassic World Trilogie schlägt ihr endgültig letztes Stündlein.

FRANCE
Zum Thema „Journalismus im Film“ gibt es unzählige Werke, aber mit Sicherheit war keines so schlecht gemacht und unrealistisch wie dieses. Satirisch ist daran gar nichts, höchstens unfreiwillig komisch.

RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN
Nette Boulevardkomödie, die aus ihrem ernsten Thema zu wenig macht.

EIN GROSSES VERSPRECHEN
Dazu muss man wirklich in Stimmung sein: Wendla Nölles Drama macht wenig Hoffnung, von schlimm wird es nur noch schlimmer.

ERWARTUNG – DER MARCO EFFEKT
Harry, fahr den Wagen vor. „Erwartung – Der Marco-Effekt“ ist konventionelle, halbwegs solide gemachte Unterhaltung, ohne Tränensäcke und ohne große Überraschungen. Schrott-Krimiautor Jussi Adler-Olsen liefert die Romanvorlage.

DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT
„Der schlimmste Mensch der Welt“ ist ein wunderbarer norwegischer Film, der alles in sich vereint, was einen Film sehenswert macht: Grandiose Schauspieler, eine zu Herzen gehende Geschichte, Ernsthaftigkeit, Menschlichkeit und Fantasie.

DAS STARKE GESCHLECHT
Männer haben’s schwer, nehmen’s leicht. Außen hart und innen ganz weich.

ALLES IN BESTER ORDNUNG
Ein reizender, kleiner Film über zwei Außenseiter, die sich am Ende perfekt ergänzen. Schön, dass es mal eine intelligente deutsche Komödie mit tollen Schauspielern ins Kino schafft.

DIE TÄUSCHUNG
„Die Täuschung“ hat im Original den schön schrulligen Titel „Operation Mincemeat“. Mincemeat? Klingt widerlich, ist es auch.

TOP GUN: MAVERICK
Wenn schon Sequels, dann bitte schön so. Selbst eingefleischte Pazifisten dürften an der waghalsigen Luftnummer ihre Freude haben.

ONE OF THESE DAYS
Mit einem hervorragend besetzten Ensemblefilm zeigt Wahlamerikaner Bastian Günther in Realityformat menschliche Tragödien von grenzenloser Gier und Sozialdarwinismus im Stil von „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“.

DOG
„Dog“ erzählt die komplexe Geschichte zweier vom Krieg traumatisierter Lebewesen. Doch das unausgewogene Drehbuch wird dem schwierigen Thema nicht gerecht.

X
„X“ ist sowohl eine Hommage als auch eine gelungene Neuinterpretation klassischer Slasher- und Horrorfilme mit einer gehörigen Prise Arthouse.

STASIKOMÖDIE
Es sind schon mehr als 3 Jahrzehnte vergangen, seit in Berlin-Lichtenberg unzählige Akten geschreddert wurden. Zeit genug, sich über die Stasi lustig zu machen? Ja, doch, durchaus – findet Leander Haußmann.

MEINE SCHRECKLICH VERWÖHNTE FAMILIE
Nicolas Cuches Komödie ist sehr, sehr leichte Kost, die oft ins Klamaukige kippt.

SUN CHILDREN
Das Interessanteste an Filmen wie „Sun Children“, ist der Einblick, den sie in fremde Kulturen gewähren. Diesmal erfährt der Zuschauer einiges über Kinderarbeit und das iranische Schulsystem. Wieder was gelernt.

DOWNTON ABBEY II
„Downton Abbey II“ ist eine Soap-Opera mit Stil. Uneingeweihte werden vielleicht nicht jeden Handlungsstrang verstehen, doch das tut dem Vergnügen keinen Abbruch.

RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH
Silberner Berlinalebär für Hauptdarstellerin Meltem Kaptan.

THE LOST CITY
Leider ist die vorhersehbare Klamotte keine Persiflage aufs Genre, sondern nur ein 112-minütiges Déjà-vu.

IN DEN BESTEN HÄNDEN
„In den besten Händen“, im Original passender La Fracture – also Der Bruch – erzählt nicht nur vom gebrochenen Ellbogen, sondern in erster Linie vom Bruch, der die Gesellschaft spaltet.